Der Protagonist

Der Protagonist! Wer ist das? Was ist das? Und wie hoch ist seine Bedeutung bei Geschichten wie dieser?

Bei Geschichten, die aus der Realtiät entstammen, ausgedacht vom Schicksal, produziert vom Leben.

Ist es nicht alles nur ein Spielfilm, in dem wir alle die Rolle des Protagonisten ausüben?

Wer von uns ist Protagonist, wer ist Statist? Wie viele Filme laufen in diesem Moment, in dem ein jeder von uns Protagonist und gleichzeitig Statist ist?

Gucke ich ein wenig zu viel Akte X in meinem Urlaub, sodass ich mitten in der Nacht anfange, das Leben mit einem Spielfilm zu vergleichen?

Jedenfalls sind meine Protagonisten in diesem Spielfilm wie immer

* ich, Bianca DaRouge, die Präsidentin a. D., First Lady, Außenministerin und ein großer Star, der bereits viele Hauptrollen hatte, aber gerade sehr tief zu fallen scheint, aber sich sicher ist, dass auch sie einen erneuten Höhepunkt erreichen wird,

* Jason Colby, der nicht mehr Jason Colby ist, sondern Thomas Crown, ein gefallener Star, der immer wieder von den Toten aufersteht und den Höhepunkt seiner Karriere immer neu erfindet

* Sarah Faracy als Angelika, die sich schwer durchs Leben schlägt, für ein 25-cent-Gemüse etwa 30 Minuten an der IKEA-Kasse steht, um kurz vor ihrem persönlichem Erfolg festzustellen, dass sie an einer Kasse steht, die nur Kartenzahlung akzeptiert

und last but not least

* Mien, die sich durchs Leben schlägt, immer auf der Suche nach dem Glück, es auch vielleicht zu oft findet, aber auch ebensooft verliert, jedoch niemals den Boden unter den Füßen verliert.

Es geht einmal wieder um den Urlaub. Ihr erwartet sicher alle ein Update. Ich will euch den gefallen tun, nachdem ich die letzten STunden damit verbracht habe, ca. 30 Viren, die mir mein geliebter Bruder vermacht hat, von meiner Festplatte zu verbannen.

Zudem frage ich mich grad, warum ich meine Leser schon so lange mit so einer grauenhaften Schrift quäle, dass ich diese jetzt erstmal ändern werde und ihr das Grauen in den älteren Beiträgen begutachten könnt.

So gefällt es mir schon gleich besser. Und meine Meinung zählt in diesem Fall, schließlich bin ich die Protagonistin. Neben anderen großen Stars. Aber da dieses hier mein Werk ist, haben sich die anderen Protagonisten nicht einzumischen

Nun zu der eigentlichen Geschichte, welche produziert und aufgenommen von den bekannten Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseuren "Leben, Schicksal und Realität".

Es ist Samstag. Schon spät. Ein gesellschaftlich sehr bedeutendes Ereignis der körperlichen Ertüchtigung steht bevor: Bowling mit der Mien-Crew, wobei ich in diesem Film eher statistischer Protagonist war. Meine Ziele für diesen bedeutsamen Abend waren beim Bowling mein Können zu zeigen, was mir auch sehr gelungen ist: Ich war bei drei Spielen immer die letzte. Und mein zweites Ziel war, Mien von der Notwendigkeit ihres Erscheinens am nächsten Tag zu überzeugen. Dies ist mir nicht so gut gelungen, wie mein erstes Ziel. Sie hatte leider viel zu tun und war auf diesen Termin nicht vorbereitet. So entschied sich Drehbuchautor Schicksal dazu, den nächsten Drehtag ohne Protagonistin Mien abzuschließen.

Producer Leben und Asocial Producer Phantasie haben sich gut auf die neuen Gegebenheiten am Drehtag Sonntag eingestellt und ein gut vorbereitetes Set im Seepark Horstmar erstellt.  Die übrigen drei Protagnisten trafen ein, das Wetter spielte mit angenehmem Klima mit. Die Protagonisten besprachen ihre Urlaubsvorstellungen und waren sich schnell einig, man  wolle erneut an die Ostsee. Dies ist genau den Wünschen der Protagonistin Mien und Crown entsprechen. Protagonisten DaRouge und Angelika hätten sich auch etwas anderes vorstellen können, aber man ist halt kompromissbereit und schlossen sich den anderen 50 % an.

Dieser Drehtag endete mit einigen anregenden Gesprächen über vergangene und kommende Intrigen, Lügen und mit der Überlegung, ob der letzte oder der kommende Urlaub der bessere sein wird.

Aus Erfahrung kann man eigentlich meist sagen, die Fortsetzung topt das Orginal so gut wie nie. Dies war schon eine Feststellung am Anfang von "Scream 2", wobei dies eine Feststellung im Film war, in der Realtität, welche in Wirklichkeit wohl keine Realtität ist, war Teil 2 von "Scream" in meinen Augen wesentlich besser, jedoch war Teil 3 die schlechteste Fortsetzung.

Was kann man daraus entnehmen? Wird der Urlaub 2007 besser als der 2006? Wird 2008 der totale Flopp? Muss ich mir 2008 tatsächlich wieder die Ostsee antun? Warum auch nicht? Im TV werden auch nur Wiederholungen gezeigt. Schon meine ganzen Akte X-Staffeln, die ich in meinem Urlaub fast verschlinge, sind nur Wiederholungen dessen, was vor einiger Zeit zum zweiten mal im TV wiederholt wurde.

Warum sollte das Leben, welches alles in allem nur ein Film ist, nicht auch nach einem Jahr eine Wiederholung von einem Pilotfilm sein, der letztes Jahr gut angelaufen ist?

Der Samstag endete jedenfalls damit, dass Mr. Crown wieder in sein Heimatstudio gebracht werden musste. Auf dem Weg wurde ein Abstecher in die REgion gemacht, die man nur als Kiez von Dortmund, als Ghetto oder Slam bezeichnen kann, in der die Wohnung lag, welche ich mir am nachfolgenden Tag besichtigen sollte.

Es stellte sich nach 30 minütigem Warten in dieser Gegend und nach dauerhaftem Bereithaltens des Taschenmessers in der Hosentasche heraus, dass ich eher für immer Wiederholungen im TV ansehe, als nur eine Stunde zu lange in diesem Ghetto zu verbringen.

Wenn eine Türkin zu ihrem türkischem Freund sagt: Bei den Kanaken will ich nicht hausen, gibt auch mir dies zu denken.

So, bevor ich nun auchnoch anfange mich zu wiederholen, schaue ich mir lieber noch drei bis vier Folgen Akte X in Wiederholung an und verbleibe

mit freundlichen Grüßen.

Gute Nacht! 

 

17.5.07 01:22

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