Ja, ich lebe noch :-)

Hallo zusammen,

 

nachdem ich die letzten Tage mit Wohnungsaufräumen und -ausmisten verbracht habe, somit auch mit etlichen Erinnerungsstücken in Berührung kam, fand ich auch zu meinem Blog zurück.

 

Ich habe nun mal einige ältere Beiträge überflogen und stelle fest, dass sich seit meinem letzten Eintrag doch einiges getan hat.

Meinen letzten Eintrag schloss ich als arbeitslose Justizfachangestellte ab.

Natürlich möchte ich Euch die Veränderungen in meinem Leben nicht vorenthalten, und - sollte es Euch nicht interessieren - gibt es oben ein dickes rotes "X" :-)

 Was ist passiert? Nur wenige Tage nach meinem letzten Eintrag hat es recht schnell mit einem neuen Job geklappt. Via Zeitarbeitsfirma bei der Citi-, inzwischen Targobank im Callcenter. Meine Aufgabe dort bestand darin, Zahlungsrückstände einzufordern und Zahlungsvereinbarungen zu treffen. Zu Beginn war mir gar nicht klar, welchen Einfluss dieser Job auf mein weiteres Leben nehmen wird, aber dazu später mehr.

Anfangs machte man mir Versprechungen, ich würde sehr schnell übernommen, hätte Weiterbildungs- und Aufstiegschancen. Somit startete ich zuversichtlich. Diese Zuversicht wandelte sich allerdings recht schnell. Die Telefoniererei glich einer Fließbandarbeit. Jeden Tag die Schicksale der Menschen, die es in unserer Gesellschaft nicht leicht haben. Jeder mit seinem eigenen Problem, trotzdem im Gesamten das immer gleiche: Kein Geld!

Nachdem die Bank auch keine ihrer Versprechungen einlösen konnte - die Übernahme hat nach 2,5 Jahren noch immer nicht geklappt - bewarb ich mich bei der benachbarten Bank. Und wurde eingestellt, dies per Festvertrag. Dort war mir jedoch schon nach wenigen Tagen klar, dass dieser Job genauso sch*** wie der alte war. 

 Durch die Targobank, der Umgang mit den Mitarbeitern, uns Zeitarbeitskräften und all den Kunden wurde ich mir immer sicherer, dass in unserer Gesellschaft eine extreme Ungerechtigkeit herrscht, dass etwas "falsch im System" ist. Arme immer ärmer werden, keiner helfen konnte oder wollte. Ich wollte.

Nach einiger Zeit dort war meine Frustration so groß, dass ich selbst endlich etwas ändern wollte. Ich wurde Parteimitglied, ich trat Anfang 2009 in DIE LINKE ein. Die Parteiarbeit machte und macht mir riesigen Spaß, wenn es auch teils äußerst anstrengend ist.

So geschah es, dass ich kurz nach dem Wechsel meines Jobs von Bank A zu Bank B von einem neu gewählten Landtagsabgeordneten angerufen wurde und dieser mir gemeinsam mit zwei anderen Abgeordneten einen Job anbot. Als Sekretärin. 

Aufgrund meiner Frustration bei der Bank gab es bei mir überhaupt keine Zweifel, den Job wollte ich machen. Somit kündigte ich meinen unbefristeten Festvertrag und wechselte in die Landtagsfraktion. Wechselte von einem Vollzeitvertrag in einen Teilzeitvertrag. Und es war genau die richtige Entscheidung.

Dort bin ich nun seit etwas über einem Jahr beschäftigt und habe bislang keine Sekunde bereut. Natürlich ist auch dort nicht alles Gold was glänzt, aber das Gesamtpaket stimmt :-)

Dies als erste Einleitung über meine weitere Geschichte. Natürlich werde weiter berichten, was bislang geschah, dies allerdings in einem späteren Eintrag.

Bis dann!!!

16.8.11 14:22

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